Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. In diesem Monat fasten Musliminnen und Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das heißt, dass sie in dieser Zeit nichts essen und nichts trinken. Kinder müssen nicht fasten, auch alte und kranke Menschen nicht. Sie sollten sich aber genau wie alle anderen in diesem Monat besonders bemühen, auf schlechte Worte und Taten zu verzichten. Reisende und schwer arbeitende Menschen können das Fasten später nachholen.

Für Familien ist der Ramadan eine besondere Zeit. Nach Sonnenuntergang wird gemeinsam gekocht, gebacken und gegessen. Viele Wohnungen sind mit Ramadan-Laternen festlich geschmückt. Zusätzlich gibt es in der Nacht ein gemeinsames Frühstück vor der Morgendämmerung. Oft gehen Musliminnen und Muslime am Abend in die Moschee. Dort wird dann gemeinsam gebetet und es werden Teile aus dem Koran vorgelesen. In diesem Monat wird viel über Gott nachgedacht und geredet. Außerdem kümmert man sich besonders um Menschen, die Hilfe brauchen und spendet für die, die nicht so viel Geld haben. 

Nach dem Ramadan sind alle erleichtert und glücklich. Sie haben in diesem Monat etwas Schweres geschafft, aber auch viele schöne Dinge erlebt und sind Gott vielleicht etwas nähergekommen. Am Ende des Ramadan gibt es deswegen einen großen Feiertag, das Fest des Fastenbrechens. Dieser Tag beginnt mit einem gemeinsamen Gebet. Danach besuchen sich Freunde, Nachbarn und Familien gegenseitig und es gibt viel gutes Essen und Süßigkeiten für die Kinder. Deswegen wird dieser Tag auch Zuckerfest genannt.