Genau wie seine Eltern war Jesus Jude. Schon als Kind hat er sich sehr für den Glauben interessiert. Er hat viel Zeit im Tempel verbracht und die Gelehrten dort mit seinem Wissen über Gott und seinen klugen Fragen beeindruckt.

Als er älter war, ließ er sich mit vielen anderen Menschen von Johannes dem Täufer im Fluss Jordan taufen. Die Taufe sollte ein Zeichen für Reinigung und Neuanfang sein. Denn genau wie Johannes war Jesus davon überzeugt, dass viele Menschen den jüdischen Glauben nicht so lebten, wie sie sollten. Jesus erzählte diesen Menschen, dass Gott sie dafür aber nicht bestrafen werde. Denn Gott verzeiht, wenn jemand etwas Böses getan hat und freut sich, wenn jemand an ihn glaubt und Gutes tut. Eigentlich eine schöne Nachricht! Aber nicht alle waren davon begeistert. Es kam oft zum Streit, weil Jesus mit dem, was er sagte, gegen die bis dahin gültige Meinung und sogar gegen Gesetze verstieß. Schließlich wurde er deswegen sogar zum Tode verurteilt und gekreuzigt.

Dass nach seinem Tod aus dem Judentum heraus eine neue Religion entstand, hatte Jesus nicht geplant. Aber seine Anhänger wollten nach seiner Lehre leben. Für sie war er der Held, deswegen gaben sie ihm den Beinamen “Christus”, was “Gesalbter” bedeutet. Das war eine große Ehre, denn gesalbt wurden nur wirklich mächtige Menschen, zum Beispiel Könige. Sich selbst nannten seine Anhänger “Christen”.